Seit einiger Zeit betreibe ich nun meinen eigenen URL-Shortener auf prm.im über das gratis Script yourls und dank API kann ich von überall meine URLs shorten und über twitter, Facebook oder andere „Verteiler“ in die Welt blasen. Gerade die Integration in tweetdeck ist sehr praktisch, da das kürzen über prm.im automatisch geschieht. Das kürzen von URLs geht aber nicht immer, denn kurze URLs von bekannten URL Shortener Diensten werden nicht gekürzt, handelt es sich aber um einen Dienst den Tweetdeck nicht kennt wird die URL wie jede andere auch gekürzt. Sobald ich also einen tweet RT und noch einen Kommentar hinzufüge, überprüft Tweetdeck die URL ob diese zu kürzen ist. Dabei scheint es leider keine Rolle zu spielen wie lang die eigentlich URL ist, sondern nur ob sie mit der oben genannten Liste übereinstimmt oder nicht.

Durch dieses System können gefährlich Weiterleitungsketten entstehen, bei den nur ein URL Shortener ausfallen, extrem langsam oder verschwinden muss um das ganze Konstrukt zum fallen zu bringen. Auch aus einer SEO Perspektive hat diese Chain-redirects ein Problem, der Linkjuice kommt nicht mehr bei der eigentlichen Seite an, denn wie Matt Cutts im SEOmoz Interview erklärt hat, sollten es nicht mehr als 1-2 Weiterleitungen sein. Das Problem bei Tweetdeck könnte man im Grunde ganz einfach lösen, indem Tweetdeck lernt nicht auf die Domain sondern auf die eigentliche Länge der URL und dann entscheidet um eine kürzen Notwendig ist oder nicht, aber das eigentliche Problem kommt erst.

Twitter hat angekündigt noch bis Jahresende einen eigenen URL-Shortener einzuführen t.co und so alle Links effektive zu tracken. Während bei der oben beschriebenen Problematik nur Tweetdeck User betroffen sind, würde sich die Einführung von t.co alle URLs auf twitter auswirken. URLs würde dann zwar alle einheitlich aussehen, aber der Weiterleitungswahnsinn würde weitergehen. Wie schlimm es bereits ist und was für eine verzwickte Situation wir uns gerade manövrieren erklärt der sehr gute Artikel im Pingdom Blog Is the Web heading toward redirect hell?.