Bing Google SEO

Wie bewerten Google und Bing Links aus twitter und Facebook?

Als Microsoft Bing in seiner US-Version als erster Twitter in die Suchergebnisse integriert hatte, hatte es nicht lange gedauert, bis Google nachgezogen hat. Auch weitere Integration wie zum Beispiel die Anbindung an die Social Graph API von Facebook an Bing ging nicht Spurlos an Google vorbei, die reagierten prompt und zeigten nicht nur die empfohlenen Artikel von Freunden, sondern gleich die beliebtesten Artikel zum Keyword aus der kompletten Sozialen-Sphäre. Facebook, Twitter & Co sind schon länger kein lustiger Zeitvertreib mehr. Sie bieten Reichweite und können Seiten durch virale Verbreitung viel traffic bescheren, denn User klicken lieber auf Links von gleichgesinnten, auch wenn diese durch URL Shortener nicht verraten was sich hinter ihnen verbirgt.

Social Dienste übernehmen mehr und mehr die Funktion die zum Beispiel der Google PageRank am Anfang seiner Existenz hatte. Damals, als Webseiten noch manuell erstellt wurden, bedeuteten viele Links von Webseiten mit einem hohen Rank eine hohe Autorität. Durch den Siegeszug der Content Management Systeme und der vielen Möglichkeiten automatisch Links zu setzen verlor dieses Prinzip immer mehr seine Bedeutung. Google war also gezwungen seinen Algorithmus zu überarbeiten und zu verfeinern. Inzwischen solle es mehr als 200 Ranking Faktoren geben die nicht nur unterschiedlich gewichtet sind, sondern auch je nach Thema oder Seiten-Type anders wirken. Die Vorstellung so ein komplexes System durch einen einfachen Grünen Balken darzustellen ist aus Mathematischer Sicht daher sehr unlogisch. Ich kann daher nur jedem empfehlen den Anzeige des Google PageRank zu deaktivieren, denn Googles Nutzungsrecht das ihnen durch die Stanford Universität eingeräumt worden ist, wird im Mai 2011 ablaufen und eine Verlängerung wird vermutlich nicht billig sein, schließlich wollen auch die Universitäten Geld verdienen. Ein interessanter Artikel zum Google PageRank und was 2011 passieren könnte gibt es auf Website Boosting 2.0.

Nun aber wieder zurück zu der Bedeutung der Social Dienste auf das Ranking von verlinkten Seiten. Danny Sullivan hat sich die Frage gestellt wie Google und Bing die Daten aus den Social Diensten verwenden und wie diese in das Ranking einfließen:

[…] major search engines actually using those social signals to rank regular search results? A bit, they tell me. In particular, your stature on Twitter could help influence how a page ranks in web search.

Um diese Frage zu beantworten hat Danny den beiden Suchmaschinen 6 interessante Fragen gestellt, die ich hier zusammengefasst habe. Die vollständigen Fragen und Antworten findet ihr unter What Social Signals Do Google & Bing Really Count?.

Wenn ein Artikel oft in twitter RT oder erwähnt wird, wertet ihr dies als ein Signal auch neben den dofollow links die daraus entstehen?

  • Bing schaut auf die Autorität des Users, wie viele Leuten er folgt und wie oft er gefolgt wird. Dies wirkt sich aber nur leicht auf die normale Suche aus, hat aber eine größere Bedeutung in der Bing Social Search.
  • Google verwendet dies als ein Signal sowohl für die organische wie auch für die News Suche.

Berechnet ihr die Autorität eines Twitter Users und versucht ihr das Twitter Profil einer realen Person zuzuordnen?

  • Sowohl Bing, wie auch Google berechnen die Autorität eines Twitter Accounts, aber nur Bing assoziiert diese mit einer Person

Berechnet ihr ob ein Link mehr Gewicht hat, abhängig davon wer in getwittert hat?

  • Bing und Google bestätigen beide mit einem klaren JA

Versucht ihr die Facebook Autorität eines Users zu berechnen?

  • Bing und Google verwenden nur die Daten die öffentlich zugänglich sind

Berechnet ihr die Bedeutung eines Links abhängig davon wer ihn auf Facebook gepostet hat?

  • Bing bestimmt die Qualität eines User mit Hilfe von twitter, Google verweist auf die vorherige Antwort

Fazit: Auch wenn Twitter & Co aktuell keinen entscheidenden Einfluss auf das Ranking der Suchergebnisse hat, so wird es vermutlich bald schon anders sein. Das erstellen und pflegen von Social Diensten Profilen macht also durch aus Sinn.

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