Angeregt durch den Blog Post Bing – 301 to 404 gets 200 – oops! auf dem englischen Bing Post will ich heute einen recht häufigen Phänomen bei schlecht programmierten CMS zeigen.
In dem von Rick DeJamette angesprochenen Thread hatte ein User die URL Struktur seiner Webseite geändert. Wie in so einem Fall üblich, hatte eralle alten URLs per 301 redirect auf die neuen URLs weitergeleitet. Nun war ihm aufgefallen das die Indexierung der neuen Seiten ziemlich lange dauerte. Im Bing Forum wurde auch schnell der Grund dafür gefunden, die nicht mehr existierenden Seiten lieferten anstelle eines 404 Server Header einen 200 OK Status.
Der Server meldete der Suchmaschine also bei jedem Besuch, dass die Seite weiterhin existiere.
Um zu zeigen wie weit das Problem verbreitet ist, habe ich die 404 WordPress Meldung meines Themes "The page you’re looking for can’t be found. But wait, try this:" in Google eingegeben. Die Anzahl an 404 Seiten mit der Fehlermeldung sind jetzt nicht sonderlich viele, wenn aber bedenkt das WordPress von Haus aus die 404 richtig einsetzt und die Fehlermeldung nur in diesem Theme verwendet wird sind die 97.700 Fehlerseiten im Google Index doch sehr beachtlich.
Doch wie überprüft man den Header Status einer Seite? Dazu nutzte ich gerne den Dienst von SEO Consultants Directory – Check Server Headers. Man erhält nicht nur den Header Status sonder sieht auch mit Hilfe der Single URI – Advanced Funktion wie Weitergeleitet wird und welche Status ausgegeben wird.
Was macht man mit den 404 Seiten? Dazu gibt es einige Ansätze, die häufigsten sind sicherlich:
- alle 404 mit einem 301 redirect auf die Startseite weiterverlinken
- 404 für alle falschen URLs zulassen
- Mischung aus beidem, unbedeutende URLs 404 und wichtige URLs mit Backlinks, Trust oder Authority mit 301 auf eine relevante Seite weiterleiten
Persönlich tendiere ich zu Variante 3. Variante 1 ist mir zu unnatürlich und Google wird sicherlich da nicht lange mitspielen wenn alle Backlinks auf einmal auf die Startseite verweisen Variante 2 ist mir einfach zu schade um die ganze Linkpower die so einfach verpufft, darum ziehe ich Variante 3 vor. Diese benötigt zwar mehr Zeit, dafür bringt sie meines Erachtens aber auch den meisten Nutzen, sowohl für die User wie auch im Bereich SEO.
Die Seiten die hingegen eine 404 ausgeben müssen nicht komplett nutzlos sein, mit ein paar kreativen Ideen wie im Artikel Get Creative With Your 404 Error Pages kann man verirrte User dazu verleiten den Webauftritt zu besuchen und nach den passenden Informationen zu suchen.
Tags: 200, 301, 404, Google, Header Status, SEO
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März 23rd, 2010 at 10:15
Mit der Web-Developer Toolbar für Firefox kann man sich für jede Seite schnell die “Antwort-Header” zeigen lassen. Sehr praktisch!
Btw. die Google Webmaster Tools meckern in einem solchen Fall wenn man eine Webseite autorisieren will.
März 23rd, 2010 at 10:28
Stimmt bei einem sidewide 301 verweigern die GWTs die Freischaltung der Domain.
Danke für den Tipp mit der Developer Toolbar, hatte den Menüpunkt total übersehen.