In den letzten Jahren sind Social Communities zu allen möglichen Themen entstanden. Egal ob Facebook, MySpace oder StudiVZ, eins haben alle Social Communities gemeinsam, Werbung. Diese Auswertung einer Facebook Kampagne ist zwar schon etwas älter, aber die schlechte CTR wird sich nicht groß verändert haben.

facebookcampaigns1 thumb Advertising: Social Community Mitglieder sind schlechte Klicker

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Werbung und Stammleser und habe Werbung in Rss-Feeds, Blogs, Foren positioniert und habe dabei festgestellt das Stammuser kaum auf Werbung klicken. Laut einer Studie der IDC kauft der Social Networker (11%) sogar merklich weniger als der normale Web User (23%).

Aber warum klickt eine Social Community Mitglied soviel weniger als ein Normaler Web User? Der Grund dafür liegt in erster Linie im Sinn der Social Comunities selbst. Mitglieder einer Social Comunity tun das weil:

  1. Um zu kommunizieren und mit anderen Leuten in Verbindung zu sein oder zu bleiben
  2. Gruppendynamik
  3. Spaß haben, gegen Freunde spielen, in Profilen stöbern, Bilder hochladen usw.
  4. Beruflich so sind z.B. in LinkedIn sehr viele Headhunter aktiv

Schaut man sich die Platzierung der Werbebanner in meinem Facebook Profil an, kann man sich im Grunde über eine CTR von 0,04 kaum wundern.

clip image002 Advertising: Social Community Mitglieder sind schlechte Klicker

Aber keine Angst, Social Networks bietet viel bessere Möglichkeiten Werbung zu machen. So werden jeden Tag in Facebook unzähligem Fan Gruppen zu TV-Serien oder Urlaubsregionen gegründet. Der Aufwand ist minimal und Mitglieder einer Fan Gruppe erwarten auch nichts, schließlich ist man nur Fan und zeigt so seinem Netzwerk was einen interessiert. Für den Bewerber einer TV-Serie ist diese Möglichkeit natürlich einzigartig, denn mit minimalem Aufwand hat man so seinen eigenen Marketing Channel gegründet mit dem man gezielt interessierte Leute ansprechen kann. Das schönste bei der Sache, die Mitgliederzahlen steigen selbständig dadurch das ein neues Mitglied seinem komplettem Netzwerk automatisch mitteilt das man ein Fan geworden ist. Andere Mitglieder können auf diese Weise mit einem Klick ebenfalls Mitglied werden. Es entsteht also ein klassicher Schneeballeffekt in dem immer Mehr Leute Mitglieder werde, die wiederum andere Mitglieder dazu verleiten ebenfalls Fan zu werden.

Ein gutes Beispiel ist hierbei die Facebook Gruppe Südtirol die im März 2008 gegründet worden ist und nun schon 1.020 Mitglieder hat und von Internet Consulting in Bruneck betrieben wird, die Betreiber eines der größten Turismusportale Südtirols, Suedtirol.com

image Advertising: Social Community Mitglieder sind schlechte Klicker

Social Communities sind zwar für Affiliates nicht die beste Lösung, aber bieten im Gegenzug viele neue und viel Ertragsträchtigere Lösungen.


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5 Reaktionen auf “Advertising: Social Community Mitglieder sind schlechte Klicker”

  1. Ich denke auch, Werbung auf Social Networks muss etwas anders als herkömmliche Werbung im Internet gesehen werden. Ich sehe sicher einiges Potential, wenn es um Markenbildung, Events oder Werbung für Events geht, weniger für die allgemeine Werbung ala Google Adwords. Auch braucht es hier vielleicht etwas mehr Fantasie bei der Schaltung der Werbung bzw. andere Messkriterien, um den Erfolg zu messen…

  2. Ich benutzen die Facebook Fanpage vor allem um die Mitglieder zu kontaktieren.

    Wenn man denkt, mit einem Klick erreiche ich mehr als 1000 Südtirol Fans. Ich promote Partys, sonst irgendwelche Neuigkeiten usw…
    Der Zeitaufwand war 15 Min.
    Witzig war, daß das offizielle Südtirol Logo sofort jemand störte. Deshalb auch das eigene Design…

  3. Ich teile die Erfahrung grundsätzlich, würde aber die absoluten Zahlen doch relativieren. Der Haken an der Zählung ist, dass Communities/Foren naturgemäß eine große Anzahl an Stammusern haben, die sehr häufig kommen, von Statistik-Software wie Google Analytics aber in der Regel ab 30 Minuten Inaktivität beim nächsten Besuch als neue User gezählt werden. Ich bin mir deshalb recht sicher, dass die CTR bezogen auf echte User deutlich höher wäre, als die Zahl 0,04% vorspiegelt, die wohl eher auf dem Verhältnis zwischen Pageviews und Clicktroughs beruht. Der selbe User, der eine Webung schon einmal gesehen und nicht geklickt hat, wird auch beim fünften und zehnten Mal nicht plötzlich klicken.

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