Am 16. November war ich zu einer netten Veranstaltung in Bozen eingeladen. Thema war „Second Life, Chancen für Südtirol“. Das coole daran, war das es morgens um 8:30 stattgefunden hat und man bei dem Vortrag und der Diskussion, sich bequem über Kaffe, belegte Brote und Obstsalate hermachen konnte.

Organisiert wurde das ganze vom ICT Cluster Manager Gabriele Gilli des TIS in Bozen. Aufgrund eines Speakers aus Rom, der sich im Second Life um das Organisieren von Events kümmert, wurde die ganze Veranstaltung auf Italienisch abgehalten. Der Marketing Chef von Marlene, eine Apfelmarke der VOG, war auch anwesend und hat über einen kleinen SecondLife Shop erzählt den sie erstellt haben. Interessant hier waren nicht die Besucherzahlen (die waren echt lausig), sondern der Marketing Effekt. So machte dieser kleine Shop die Runde durch alle italienischen Print Medien, eine ideale Image Werbung.

Enttäuscht war ich von Herrn Cerboni aus Rom, dieser erklärte erst wie toll SecondLife ist und wie die großen Marken ihre Events parallel im SecondLife und in der realen Welt abgehalten haben. Das klang echt toll, ist aber meiner Meinung nach in Südtirol nicht 1:1 anwendbar. Auf meine Frage: „Wer benutzt Second Life“ konnte mir Herr Cerboni keine Antwort geben, denn das wäre unbekannt, er könnte mir aber sagen wie viele Leute eine Lokation besuchen.

Fazit: Gebäude im Second Life sind Marketing Gags, und können durch die richtigen Kanäle sicherlich viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, siehe Marlene. Als effektives Werbemittel ist SecondLife technisch nicht geeignet, da die Besucherzahlen pro Location zu sehr begrenzt ist (max 60 Leute).

 


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6 Reaktionen auf “Second Life Chance für Südtirol”

  1. Danke für den interessanten Hinweis. Habe mich vor einiger Zeit mit dem Thema Second Life befasst: http://www.blog.suedtirol-reis.....-life.html – bleibe aber immer noch bei der Meinung, dass der Aufwand für eine vernünfige Präsentation von Südtirol den zu erwartenden Erfolg bei weitem überschreitet.

  2. Hallo Herbert

    Marlene hat seinen Shop mit eine Pratikanten im Sommer umgesetzt. Der Arbeitsaufwand lag bei 10 Tage a 8 Stunden und benötigten zusätzlich noch ein bezahl Account bei SecondLife von 72 Euro/Jahr.

    So gesehen ist der Aufwand nicht so groß, ich habe eher bedenken, das der SecondLife Hype noch exisitert. Herr Cerboni meinte zwar das in Italien der Hype gerade erst los geht, leider habe ich aber dazu keinerlei Informationen gefunden die das bestätigen.

  3. Interessant! Wies sieht’s denn mit den Kosten für die nachträgliche Betreuung aus? Man kann das Projekt ja nicht alleine vor sich hin dümpeln lassen; es braucht Jemanden, der von Zeit zu Zeit vorbeischaut und den virtuellen Raum mit etwas “Leben” füllt…

  4. Wenn man das Projekt als reinen Showroom betrachtet, sind die Betreuungskosten recht niedrig, da man einfach hin und wieder ein paar Objekte austauschen muss. Komplizierter wird es wenn man hingegen jemanden vor Ort hat, wie den Marlene Avatar. Da muss entweder jemand dahinter stehen, also eine Person aus Fleisch und Blut und den Besuchern Frage und Antwort stehen oder man ueberlaesst das ganze einem Bot mit eine kleinen KI, die aber niemals einen Menschen ersetzen kann, aber doch weit aus billger als so einer ist.

  5. …und war die Veranstaltungen was gscheids? Erkenne ein einige auf dem Video – wurde man da eingeladen, oder mußte man sich da anmelden. Ich hoffe das erste trifft zu

  6. Fuer mich war es die erste Veranstaltung dieser Art in Bozen und fand es eigentlich recht gut gemacht. Auch die Diskussion die sich daraus ergeben hat zeigt das es Potenzial gibt. Fuer mich hat es sich schon gelohnt, weil ich viele neue Idee aus dieser Veranstaltung mitgenommen habe.

    Man musste sich anmelden, Einladungen wurden keine verschickt, bzw. habe ich keine bekommen. Fuer Mitglieder des ICT Clusters hat die Veranstaltung 15 Euro gekostet, fuer nicht Mitglieder 20 Euro.

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